Moderne Roboterstaubsauger können Ihnen einen guten Teil der Hausarbeit abnehmen. Je nach Modell saugen sie automatisch im frei zugänglichen Bereich, können auch feucht wischen und fahren automatisch in die Ladeposition zurück, wenn der Akku fast leer ist. Die kleinen Hausroboter sind durchaus geeignet, die Hausarbeit zu erleichtern. Aber können Sie es auch mit einem normalen Staubsauger aufnehmen? Wir haben einem Roboterstaubsauger in den Vergleich zu einem modernen klassischen Staubsauger, hier dem Miele Complete C3 Senator Parquet Powerline, geschickt.

Sauberkeit ganz ohne Arbeit

Das versprechen die meisten Anbieter der Saugroboter und preisen damit ihre Produkte an. Hausstaub, Krümel, Tierhaare und andere haushaltstypische Verunreinigungen soll der Roboterstaubsauger zuverlässig und ganz ohne Ihr Zutun aufnehmen. Und manche Modelle, wie beispielsweise der iRobot Braava 240 kann sogar feucht wischen. Prima Versprechen für einen stets sauberen Boden, ganz ohne Arbeit.

Im Test zeigen die Robotersauger jedoch auch ihre Schwächen. Im Gegensatz zum normalen Staubsauger wie dem Miele Complete C3 decken die Robotersauger generell einen kleineren Leistungsbereich ab. Das bedeutet, dass beispielsweise gröbere Schmutzpartikel vom Roboterstaubsauger zumeist nicht aufgenommen werden können.

Staubsauger Roboter Test

Verunreinigungen erkennen und einfach aufsaugen

Auch dieser Gedanke kommt jedem Interessenten der Staubsaugerroboter unwillkürlich. Allerdings sind die meisten Modelle mit einem oder mehreren Programmen vorausgerüstet, die nicht auf das Erkennen von Verschmutzungen an sich ausgerichtet sind. Vielmehr fährt der Roboterstaubsauger mehr oder weniger willkürlich nach bestimmten Schemata durch den Raum. Dabei werden zumeist die wesentlichen Flächen im Raum erreicht, doch manchmal bleiben gerade auf größeren Flächen auch die einen oder anderen Verschmutzungen zurück.

Darüber hinaus sind die selbstfahrenden Saugwunder kaum in der Lage, beispielsweise in Ecken, an Bodenübergängen oder auch im Bereich der Möblierung wirklich gründlich zu reinigen. Dafür sind die Kehrbürsten konstruktiv bedingt meist zu kurz. Diese Kehrbürsten bewegen sich gegenläufig kreisend und befördern den Schmutz direkt an die Saugdüse. Die Saugdüse selbst ist relativ schmal ausgeführt und bleibt in einem gleichen Abstand zum Boden, so dass grössere Schmutzpartikel wie etwa Pflanzenteile oder längere Fäden kaum aufgenommen werden können.

Der normale Staubsauger kommt überall hin

Im Gegensatz zum Roboterstaubsauger lassen sich mit dem Miele C3 Senator Parquet auch schwierige Bereiche sehr gut saugen. Je nach gewählter Bodendüse sind Ecken und Kanten ebenso unproblematisch wie Bereiche unter Sesseln und Sofas. Und auch in Sachen Wendigkeit macht der Roboterstaubsauger dem Miele Blizzard nichts vor. Einziges Manko am Miele C3 im Vergleich zum Roboterstaubsauger ist, dass er eben von Hand zu bedienen ist.

Mit dem klassischen Staubsauger lassen sich nicht nur Böden gründlich reinigen. Auch Sitzmöbel, ganze Wohnlandschaften, Gardinen und Vorhänge oder Verschmutzungen an Wänden und Decken beispielsweise durch Spinnweben können mit dem normalen Staubsauger ohne viel Aufwand entfernt werden. Gerade in diesen Bereichen hat der Roboterstaubsauger in seiner jetzigen Entwicklung überhaupt keine Chance.

Miele C3 Senator Staubsauger 

 

Wischfunktion nur für die Unterhaltsreinigung

Auch wenn beispielsweise der Roboterstaubsauger iRobot Braava 240 mit der Feuchtwischfunktion begeistern könnte, bleibt er auch hier im Vergleich zum manuellen Wischen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Bestenfalls für das feuchte Wischen wenig verschmutzter Hartböden ist das Gerät geeignet. Hartnäckige oder gar angetrocknete Verschmutzungen lassen sich mit dem wischenden Saugroboter kaum entfernen, daher ist die Funktion nur für die tägliche Unterhaltsreinigung geeignet. Im Vergleich zum Miele Complete C3 setzt der iRobot Braava 240 mit der Wischfunktion natürlich einen Pluspunkt, da sich mit dem Miele Modell eben nicht wischen lässt.

Betrachtet man aber die wirkliche Wischleistung der Robotersauger, so bleibt diese weit hinter den Erwartungen zurück und ist eher etwas für das gute Gewissen der gründlichen Hausfrau oder des ambitionierten Hausmannes, nichts aber für eine tiefengründliche Reinigung. Problematisch wird es auch dann, wenn in einem Raum Hartböden und textile Böden vorhanden sind. Dann wischt der Robotersauger unter Umständen nämlich auch den Teppich, der das allerdings gar nicht mag.

Lohnt sich ein Roboterstaubsauger trotzdem?

Hier antworten wir gern mit einem unverbindlichen Jein. Für das Entfernen leichter Verschmutzungen beispielsweise während Ihrer Abwesenheit sind die meisten Roboterstaubsauger schon geeignet, erfüllen die Vorstellungen aber nur bedingt. Und auch die teilweise vorhandene Wischfunktion wie beispielsweise am iRobot Braava 240 erfüllt nur eingeschränkt die Erwartungen. Alle Flächen abseits der Böden können mit dem Roboterstaubsauger überhaupt nicht gereinigt werden. Ecken, Möbelkanten und andere Hindernisse beeinträchtigen die Arbeitsweise deutlich. Und so mancher Roboterstaubsauger bleibt auch schon mal unter der Couch oder dem Sessel stecken, verfängt sich an Übergangsschienen zwischen unterschiedlich hohen Böden, schiebt leichte Deko-Artikel beiseite und lässt gelegentlich auch gröberen Schmutz liegen.

So vorteilhaft wie sich die meisten Roboterstaubsauger auch präsentieren mögen, wir sehen sie noch im Entwicklungsstadium und bestenfalls als Zweitgerät als Ergänzung zum klassischen Bodenstaubsauger. Im Vergleich mit dem Miele C3 Senator Parquet, mit
Handgriff-Funksteuerung, schneiden die Saugroboter in puncto Reinigungsleistung, Flächengängigkeit und Vielseitigkeit eher schlecht ab, im Handling sammelt der iRobot Braava 240 dank seiner automatischen Arbeitsweise einige Pluspunkte.

Roboterstaubsauger Test Zusammenfassung

 

Fazit Roboterstaubsauger oder normaler Staubsauger

Im Vergleich Roboterstaubsauger und normalem Staubsauger (Miele Complete C3 Senator Parquet Powerline) geben wir dem klassischen Staubsauger den Vorzug. Auch wenn hier immer noch Ihr eigener körperlicher Einsatz gefragt ist, bietet der Miele Complete C3 letztlich ein viel besseres Ergebnis. Natürlich abhängig von Ihrer Arbeitsweise. Der Roboterstaubsauger entfernt zwar die meisten aber eben auch nur leichteren Verschmutzungen. In komplizierten Situation versagt der Roboterstaubsauger und fährt sich in schwer zugänglichen Bereichen gern auch fest. Die Leerung der Staubbehälter ist bei den Saugrobotern meist ebenso unkompliziert wie am modernen Bodenstaubsauger.

Problematisch auch die Akkulaufzeit. Oftmals werden Staubsauger auch gebraucht, wenn bei kleinen Unfällen im Haushalt schnell auch einmal Schmutz beispielsweise vom heruntergefallenen Blumentopf zu entfernen ist. Befindet sich der Robotersauger gerade in der Ladephase, geht das nicht immer. Zumal sich der automatische Sauger kaum sagen lässt, wo er in diesem Fall saugen soll.

Insofern kann der Roboterstaubsauger in seiner jetzigen Form bestenfalls eine Unterstützung bei der täglichen Reinigung sein, erfüllt jedoch die Anforderungen an gründliches Staubsaugen eher mässig. Hier bleibt der normale Staubsauger wie beispielsweise der Miele C3 Senator Parquet Powerline der zuverlässige Profi.

Dennoch lässt sich der Roboterstaubsauger in klar strukturierten und nicht all zu grossen Bereichen als gute Alternative zum klassischen Staubsauger einsetzen. Mit den hier schon benannten Einschränkungen. Tatsächlich grob verschmutzte Böden bekommt der Saugroboter nicht wirklich sauber, auch nicht mit der integrierten Wischfunktion wie beim iRobot Braava 240. Unsere Empfehlung für stets saubere Böden ist eine Verbindung von Roboterstaubsauger und normalem Staubsauger je nach Bodenbeschaffenheit, Verschmutzungsgrad und Reinigungsgewohnheiten.

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