Ihre Bettwäsche benutzen Sie jeden Tag, oder besser gesagt: jede Nacht. Somit ist sie dauernder Beanspruchung ausgesetzt. Gelten beim Waschen vergleichbare Prinzipien wie bei normaler Kleidung, so möchte man für den nächtlichen Schlafkomfort doch ein besonders reines Ergebnis erzielen. Ausserdem leidet die Bettwäsche unter anderen Arten von Verschmutzung, was ein differenziertes Herangehen an das Bettwäschewaschen erfordert.

Waschen Sie im Set

Ebenso wie bei Ihrer Alltagskleidung berücksichtigen Sie beim Bettwäschewaschen die Art der Textilie. Manche Textilfaser kann heiss gewaschen werden, andere nur kalt. Teilweise darf man ein Vollwaschmittel benutzen. Manchmal brauchen Sie ein spezielles Waschmittel, wenn Sie Bettwäsche waschen. Grundsätzlich sollten Sie stets ein Set Bettwäsche gesondert waschen. Ein Set beinhaltet das Fixleintuch, den Kissenbezug und den Bettdeckenbezug. Auf diese Weise sind die Farben automatisch vorsortiert, da ein Set meist aus verschiedenen Teilen in gleicher Farbe besteht. Ausserdem macht ein Set Ihre Waschmaschine genau so voll, dass diese optimal die Bettwäsche waschen kann.

Mit welcher Häufigkeit wird die Bettwäsche gewaschen?

Wie oft Sie Ihre Bettwäsche waschen sollten, hängt stark von Ihnen ab. Es gibt Menschen, die nachts stark schwitzen. Diese sollten ihre Bettwäsche relativ häufig waschen, zum Beispiel ein Mal pro Woche. Auch wenn Sie nicht zu starkem Schwitzen neigen, geben Sie bei warmen Temperaturen mehr Schweiss ab als bei Kälte. Also sollte die Waschfrequenz im Sommer höher sein als im Winter. In der Regel reicht es, bei normaler Verschmutzung alle zwei bis drei Wochen die Bettwäsche zu waschen.
Kommt es zu starker Verunreinigung und sichtbaren Flecken, wechselt man die Bettwäsche natürlich sofort. Ebenso unterliegt das Gästebett einer anderen Häufigkeit hinsichtlich Bettwäsche waschen als Ihr persönliches Bett. So sollte das Gästebett nach jedem Besuch frisch bezogen werden.

So waschen Sie Ihre Buntwäsche

Um die Farben zu schonen, sollten bunte Bettwäsche und Fixleintuch möglichst bei geringen Temperaturen gewaschen werden. Liegt keine ausserordentliche Verschmutzung vor, reichen 40 Grad völlig aus. So erreichen Sie restlose Sauberkeit und die Fasern werden nicht unnötig strapaziert, wenn Sie die Bettwäsche waschen. Bei deutlichem Schmutz sollte mit 60 Grad gewaschen werden, insofern die Faser dies zulässt.
Möchten Sie die Farben und Motive auf Ihrer Bettwäsche möglichst lange erhalten, sollten Sie Kissen- und Deckenbezug vor dem Waschen auf Links drehen. Wie auch die übrige Kleidung wird Bettwäsche getrennt nach Farben gewaschen, da bunte Wäsche immer ausfärben kann. Wichtig ist hier insbesondere die Trennung von heller und dunkler Wäsche. Das Problem der Sortierung nach Farben entfällt, wenn Sie immer ein komplettes Set Bettwäsche waschen. Ist Ihnen Keimfreiheit besonders wichtig, geben Sie neben dem Waschmittel noch ein Desinfektionsmittel mit in die Waschmaschine.

Weisse Bettwäsche waschen

Hinsichtlich der Temperatur beim Waschen weisser Bettwäsche sollten Sie sich an dem Pflegehinweis des Herstellers orientieren. Dieser ist in der Regel auf der Innenseite des Kissen- oder Bettbezugs bzw. auf der Unterseite des Lakens angebracht. Da keine Gefahr besteht, dass die Wäsche ausfärbt, hängt die Waschtemperatur nur vom Material ab. Theoretisch sind Temperaturen von 40, 60 oder auch 95 Grad möglich. Kochwäsche ist allerdings nur bei starker Verschmutzung oder dem Bedarf von nahezu steriler Bettwäsche, wie beispielsweise nach einer Infektionskrankheit, empfehlenswert.
Als Zusatz zum Waschmittel beim Waschen weisser Wäsche kann ein Hygienespüler verwendet werden. Möchten Sie nachhaltig verhindern, dass die weisse Bettwäsche von einem Grauschleier überzogen wird, geben Sie separat ein Bleichmittel mit in die Waschmaschine. Alternativ können Sie ein Vollwaschmittel in Pulverform verwenden, wenn Sie Ihre weisse Bettwäsche waschen. Hier ist bereits ein Bleichmittel enthalten, das desinfizierend wirkt. So können Sie hygienisch rein waschen und gleichzeitig durch den Verzicht auf einen extra Hygienespüler die Umwelt schonen.

 

Im Folgenden sind die Informationen zum Waschen abhängig von Farbe und Grad der Verschmutzung noch einmal zusammengefasst:

  • weiss/ bunt bei normaler Verschmutzung: bis 40 Grad
  • weiss/ bunt bei starker Verschmutzung: bis 60 Grad
  • weiss keimfrei waschen bei 40 Grad: Hygienespüler hinzufügen oder Vollwaschmittel verwenden
  • weiss keimfrei waschen: bei 95 Grad ohne Zusätze
  • bunt keimfrei waschen bei 40 Grad: Desinfektionsmittel hinzufügen
  • bunte Bezüge stets nach Farben trennen und auf Links drehen
  • immer Pflegehinweise beachten!
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Bild von: Welt.de

Bettwäsche waschen nach Verunreinigung durch Körperflüssigkeiten

Besonders bei Kleinkindern kann es hin und wieder dazu kommen, dass die Bettwäsche durch Kot oder Urin verunreinigt wird. Offensichtliche Flecken auf der Bettwäsche, die durch Körperflüssigkeiten entstanden sind, sollten Sie möglichst schnell beseitigen. Je schneller Sie einen solchen Fleck behandeln, umso leichter wird Ihnen das Auswaschen fallen.
Zur effektiven Reinigung eines Flecks reiben Sie diesen zuerst mit Gallseife ein und lassen den Bettbezug im Anschluss für gut eine Stunde in lauwarmem Wasser einweichen. Danach spülen Sie die Seifenlauge unter fliessendem Wasser aus und waschen das Stück bei 40 Grad in der Maschine. Gegebenenfalls können Sie ein Vollwaschmittel verwenden oder einen Hygienespüler hinzugeben, falls Sie bunte Bettwäsche waschen.
Wird die Bettwäsche durch Blut oder Sperma verunreinigt, ist rasches Handeln angesagt. Bemerkt man den Fleck sofort, kann er einfach mit Wasser und eventuell etwas Seife ausgewaschen werden. Wird die Verunreinigung erst später offensichtlich, muss die betroffene Stelle in lauwarmem Wasser eingeweicht werden ehe Sie die Bettwäsche waschen. Geben Sie beim Einweichen ein wenig Waschmittel mit auf den Fleck. Anschliessend wird alles unter kaltem Wasser ausgespült und bei 40 Grad in der Maschine gewaschen, bedarfsweise unter der Zugabe von Desinfektionsmittel.
Ist die Bettwäsche durch Erbrochenes verunreinigt worden, sollten Sie dieses zuerst unter der Dusche abspülen. Alle groben Teilchen sollten entfernt sein bevor Sie die Bettwäsche waschen. Dann gehen Sie wie gewohnt vor: Einweichen, Ausspülen und bei 40 Grad waschen.

Bettwäsche waschen abhängig vom Material

Früher war Bettwäsche meist aus weisser Baumwolle. So musste sie lediglich gekocht und anschliessend gebleicht werden, um ein sauberes und keimfreies Resultat zu erhalten. Heutzutage ist Bettwäsche aus ganz verschiedenen Materialien und erfordert somit ein differenzierteres Vorgehen. Ein Blick auf die eingenähte Empfehlung des Herstellers liefert stets einen guten Anhaltspunkt für das Vorgehen beim Waschen. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung an Materialien und den entsprechenden Waschtemperaturen.

  • Baumwolle/ Frottee/ Biber: weiss bis 95 Grad, bunt bis 60 Grad
  • Satin/ Maco-Satin: bis 40 Grad
  • Seersucker: bis 40 Grad
  • Linon: weiss bis 95 Grad, bunt bis 60 Grad
  • Jersey: reine Baumwolle bis 60 Grad, bei Seidenanteil bis 30 Grad
  • Seide: bis 30 Grad
  • Mikrofaser: bis 60 Grad

Daunenbetten richtig waschen

Betten mit einer Füllung aus Daunenfedern sind sehr sensibel hinsichtlich ihrer Reinigung. Natürlich müssen Sie Bettdecke und Kopfkissen nicht so häufig wie Ihre Bettwäsche waschen, doch besonders bei Daunenbetten bzw. Duvets sorgt eine regelmässige Wäsche für längere Lebensdauer und höheren Schlafkomfort.
Eine Faustregel besagt, dass Bettdecken mit Federfüllung alle vier Jahre, Daunenkissen alle zwei Jahre gewaschen werden sollten. Die einfachste und sicherste Variante ist es, alles in die Reinigung zu geben und den Profis die Arbeit zu überlassen. Doch ist es durchaus auch möglich, Daunenbetten in der eigenen Waschmaschine zu waschen. Dies ist allerdings nur dann empfehlenswert, wenn Ihre Maschine mindestens sechs Kilogramm Wäsche fasst und Sie einen Trockner besitzen. So ist sichergestellt, dass die Daunen keinen Schaden nehmen und komplett durchtrocknen können.
Im Grunde ist eine Wäsche im Schonprogramm bei 40 Grad ausreichend. Möchten Sie sicher sein, auch alle Hausstaubmilben vernichtet zu haben, wählen Sie 60 Grad. Als Waschmittel sollten Sie ausschliesslich Feinwaschmittel verwenden. Alles andere kann die empfindlichen Daunen zerstören. Es lohnt sich ausserdem das Bettzeug vor dem Waschen genauestens auf Risse und Löcher hin zu untersuchen. Gelangen während des Waschvorgangs Federn in die Maschine, können diese die Mechanik der Maschine nachhaltig zerstören.

Neben dem schonenden Waschen ist das Trocknen bei Daunenbetten sehr wichtig. Hierfür packen Sie das Federbett für 45 Minuten bei mittlerer Temperatur in den Trockner. Nach Ablauf der Zeit nehmen Sie es heraus und schütteln es ordentlich durch. Anschliessend kommt es weitere zwanzig Minuten zusammen mit Dryerballs-Kugeln oder einem Tennisball in den Trockner. Der Ball sorgt dafür, dass sich verklebte Daunen wieder voneinander lösen. Gegebenenfalls sollten Sie das Daunenbettzeug zwei bis drei weitere 20-Minuten-Intervalle lang trocknen. Solange bis Sie sicher sind, dass die Decke oder das Kissen tatsächlich trocken ist.

 

So gehen Sie beim Bettwäsche Waschen richtig vor – Tipps und Tricks
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